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Würzburger Bündnis für Zivilcourage macht Weg für städtischen Ombudsrat frei Seit mehreren Jahren verfolgt das Würzburger Bündnis für Zivilcourage das Ziel, gegen alltägliche Diskriminierungen in Würzburg und für mehr Zivilcourage in die Strukturen der Stadt hinein wirken zu können. In seiner Vollversammlung am 21.07.10 machte der Zusammenschluss von 58 Organisationen nun den Weg frei zur Einrichtung des städtischen „Ombudsrat gegen gesellschaftliche Diskriminierung und für Zivilcourage“. Bei einer Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeisterwahl im Januar 2008 stand noch die Schaffung einer Antidiskriminierungsstelle im Mittelpunkt. OB Rosenthal sagte damals als Kandidat seine Unterstützung für diese Bestrebungen zu. Seither ist viel geschehen. Die Organisationen im Bündnis suchten nach neuen Wegen Zivilcourage als gemeinsame Aufgabe von Bürgerinnen und Bürgern einer Stadt und deren Strukturen anzupacken. Mit der Einrichtung eines Ombudsrates durch die Stadt Würzburg gelang nun die Umsetzung dieser Idee. Im Bündnis für Zivilcourage sind Organisationen zusammengeschlossen, deren Mitglieder alltäglich Diskriminierungserfahrungen auf ganz unterschiedliche Weise erleben: MigrantInnenverbände, schwul-lesbische Initiativen, religiöse Einrichtungen, Organisationen von Menschen mit Behinderungen oder anderen Benachteiligungen, welche die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren. Diskriminierungen die auf einer solchen Bündnisebene zusammengetragen werden, sollen über einen verfassten Ombudsrat in der Stadt beobachtet und angegangen werden. Der Würzburger Ombudsrat soll eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sein, „die sich durch Handeln, Duldung oder Unterlassung jeglicher Art, sei es durch juristische wie natürliche Privatpersonen, bzw. durch Träger der öffentlichen Gewalt oder durch Vereinigungen, die sich ganz oder überwiegend in der öffentlichen Hand befinden, in ihrer Menschenwürde diskriminiert fühlen. Der Würzburger Ombudsrat nimmt diese Fälle auf und dokumentiert sie. Er versucht, durch Beratung, Gespräch und Vermittlung von Hilfeangeboten Abhilfe zu schaffen.“ Er wird Fälle dokumentieren, jährlich im Stadtrat berichten und kann Anfragen, Empfehlungen und Stellungnahmen an die politischen Strukturen und die Verwaltung der Stadt Würzburg richten. Der Ombudsrat erhält den Status eines Beirates der Stadt und kann sich entsprechend auf deren strukturellen Unterstützung stützen. Wie es die Satzung vorsieht, schlägt das Bündnis für Zivilcourage aus seinen eigenen Reihen die Mitglieder des Ombudsrates und einen Sprecher dieses Rates vor. Bei seiner Vollversammlung votierten die Anwesenden dazu einstimmig für Aron Schuster, Stefanie Köster, Burkhard Hose und Natali Gonzales als Mitglieder des Ombudsrates. Sie wurden nun im Herbst vom Stadtrat bestellt. Für die Aufgabe des Sprechers des Ombudsrates votierte das Bündnis ebenfalls einstimmig für Dr. Harald Ebert, Leiter der Don-Bosco-Berufsschule Würzburg. |